Den diesjährigen Lagerplatz, das Jugendheim St. Benedikt in Admont in der Steiermark, zeichnete das wirklich bezaubernde Panorama aus. Wenn der erste Blick aus dem Zelt auf die umliegenden Bergketten fällt, hilft das selbst dem größten Morgenmuffel, mit Elan in den Tag zu starten. Auch der durch den Lagerplatz fließende Bach, über den eine kleine, idyllische Brücke führte, lieferte Abkühlung an heißen Tagen.
Obwohl sich das Lagerleben so sehr vom sonstigen Alltag zwischen Schule, Familie und den Hobbys unterscheidet, fühlt sich der neue Tagesrhythmus schnell wie Normalität an. Während das Kochen auf Feuer auf den selbstgebauten Kochstellen am Anfang eine echte Herausforderung war, waren die Patrullen am Ende des Lagers darin schon ein eingespieltes Team. Das zeigte sich vor allem am Kochwettbewerb gegen Ende des Lagers: Aus bereitgestellten Zutaten entwickelten die GuSp eigene Rezepte und kochten diese beinah komplett auf sich selbst gestellt. Die Resultate konnten sich zeigen – und schmecken – lassen.

Das GuSp-Programm war wie immer vielfältig: Von einer Modeshow, dem Erarbeiten wichtiger Grundsätze punkto Hygiene, einem spannenden Krimispiel auf einem Wüstenbasar bis zu der Rettung magischer Tierwesen vor düsteren Kreaturen war alles dabei.
Eine Besonderheit des Gruppenlagers dieses Jahr waren die „Packerl“. Das waren stufenübergreifende Workshops, zu denen sich die Kinder und Jugendlichen nach ihren eigenen Interessen einteilen konnten. Zur Auswahl standen Jiu Jitsu, die Erkundung des Bachs, Holzhütten im Wald bauen, Vietnam (kulinarisch) kennenlernen, selbst ein Spiel erfinden und vieles mehr.



Eine Aktivität, die bei den GuSp auf einem Sommerlager nie fehlen darf, ist der Hike, eine zweitägige Wanderung. Dieses Jahr führte uns der Weg durch die Dr. Vogelsang-Klamm zur „Bosruckhütte“, die mitten in den Bergen lag. Die Hütte verköstigte uns und die weichen Matratzen waren eine willkommene Abwechslung zu den Unterlagsmatten im Zelt. Am nächsten Tag schulterten wir schon früh unsere Rucksäcke und starteten den zweiten Tag der Wanderung durch eine Alm, wo uns eine Kuhherde neugierig beobachtete. Wie beeindruckend es ist, von den Bergen aus zu sehen, wie viele Höhenmeter man am Vortag zurückgelegt hat! Denn auch, wenn man die Anstrengung im Körper spürt, ist es die Aussicht auf das unten liegende Tal und das Erleben der malerischen Alm- und Waldlandschaft auf alle Fälle wert.




Ein Highlight, welches für die gesamte Gruppe organisiert wurde, war der Besuch einer Therme gegen Ende des Lagers. So konnten es sich alle Lagerteilnehmer:innen noch einmal richtig gut gehen lassen. Wem der Whirlpool und das Dampfbad zu fad waren, lieferte das Sprudelbecken und zwei Wasserrutschen die Action.
Zu Lagerende zeigte es sich noch, dass wir bei den GuSp richtige Anpacker:innen haben. Die Kochstellen waren im Nullkommanichts abgebaut und selbst beim mühseligen Putzen der Zeltböden zeigten die Kinder echten Teamgeist. Selbst das kleine Debakel, dass der Bus, der uns heimbringen sollte, erst vier Stunden später als geplant ankam, wurde mit einer gemeinsamen Freizeit und Spielen souverän überstanden.















