Dieses Pfingstlager war für die WiWö etwas ganz Besonderes, denn sie bekamen die Gelegenheit, über den Tellerrand der Gruppe 32 hinauszublicken und etwas von der weltweiten, oder zumindest „kolonnenweiten“, Verbundenheit der Pfadfinder*innen zu spüren. Gemeinsam mit vier anderen Gruppen unserer Kolonne (einem Verband aus mehreren Pfadigruppen) erlebten wir ein unvergessliches Lager in Wassergspreng bei Hinterbrühl.
Nach einer leicht abenteuerlichen Wanderung durch den Wald trafen wir am Lagerplatz auf die WiWö der Gruppen 12, 66, 71 und 73. Gemeinsam verbrachten wir dann einen coolen Spielenachmittag, inklusive Bacherkundung, und danach einen ziemlich verregneten Abend mit ausgelassenem Lagerfeuer.

Für den zweiten Tag hatten sich die WiWö-Leiter*innen etwas ganz Außergewöhnliches einfallen lassen: Wieso nicht einmal einen Zirkus auf Lager einladen? Besagte Zirkusleute kamen dann auch, doch etwas stimmte nicht ganz. Sie schienen sehr verwirrt und erinnert sich nicht, was ihre Berufe, Talente und Eigenschaften waren. Da gab es die Akrobatin die noch nie einen Purzelbaum gemacht zu haben beteuerte, die Tierdompteurin die Frosch und Kuh nicht mehr auseinanderzuhalten vermochte, den Seiltänzer ohne Balance und viele weitere. Bereitwillig sprangen die WiWö ein, um den Zirkusleuten zu helfen, sich wieder zu erinnern. Mit großem Eifer und viel Kreativität bereiteten sie selbst Stationen vor, die die Zirkusleute an ihre alltäglichen Aktivitäten erinnerten und zugleich für andere WiWö spannend auszuprobieren waren. Danach ging es unseren verwirrten Besucher*innen schon wesentlich besser und sie erinnerten sich auch, wie all das passiert war: ein ehemaliges Mitglied des Zirkusses, ein böser Magier namens Circulurum, hatte die Zirkusleute verflucht. Unglücklicherweise bewirkte der Fluch, dass die Zirkusleute jeden Morgen alles wieder aufs Neue vergaßen, auch wenn sie sich zuvor bereits erinnert hatten. Die WiWö musste sich also nun der Herausforderung stellen, den Fluch endgültig zu brechen. Furchtlos sammelten sie im strömenden Regen die verstreuten Teile des Gegenspruchs auf, was nur mit zwischen Pfadi-Gruppen vereinten Kräften möglich war, und brachten sie sicher an den rachsüchtigen Bösewichten vorbei.
Als der Fluch gebrochen und die Bösewichte in die Flucht geschlagen waren, waren die Zirkusleute so dankbar, dass sie uns nun ihrerseits professionelle Einblicke in ihr Handwerk gewährten. So jonglierten wir, spuckten Feuer, balancierten (immer noch im Regen) über Seile, bewiesen unsere Stärke und trainierten wilde Tiere. Die Zeit verging bei dem ganzen Vergnügen so schnell, dass den Zirkusleuten danach kaum noch Zeit und Energie blieb, das eigentliche Highlight vorzubereiten: die abendliche Zirkusvorstellung!
Daher mussten wir auch hier anpacken: Die WiWö bereiteten gemäß ihrer Interessen verschiedene Aspekte der Vorstellung vor. Die einen stanzten Bio-Konfetti aus Blättern und gestalteten kunstvolle Eintrittskarten, die anderen übten sich in Gesang und Akrobatik. Die einen studierten ein kurzes Theaterstück ein, die anderen Rätsel-Scherzfragen. Auch nicht fehlen durften natürlich Bühne und Zirkuszelt, derer sich ein weiteres Team sehr gelungen annahm und so der Vorstellung eine einzigartige Stimmung verlieh. Voller Applaus und Gelächter ging so unser gemeinsamer Tag mit den Zirkusleuten zu Ende. Sie verabschiedeten sich schließlich dankbar von uns und zogen weiter – ganz ohne Fluch.

Wir wandten uns danach wieder dem Dschungel zu und tauchten ein in eine Partie „Dschungel-Werwolf“. Wer hat Mogli verschwinden lassen? Warum ist es so schwer, Hathi loszuwerden? Hatten da auch Rakscha und Kaa ihre Krallen und Schuppen im Spiel? Nachdem diese Geheimnisse gelüftet waren und im Dschungel niemand mehr übrig blieb, da alle verschwunden waren, schritten wir zum feierlichsten Teil des Lagers. Denn schließlich wollten wir nicht nur mit neuen Freundschaften und Eindrücken nach Hause fahren, sondern der eine oder die andere auch mit einem nagelneuen WiWö-Versprechen oder einem Stern, der auf der Kappe glitzert. Und die Ausbeute war tatsächlich groß: Wir gratulieren Mancia, Marani, Agoni, Dik-Dik und Brevi ganz herzlich zum Versprechen sowie Gambini und Favea zum ersten Stern!
Am Montag war es dann auch schon Zeit, sich von den anderen Gruppen zu verabschieden und sich auf den Heimweg zu machen. Letzterer fiel noch etwas abenteuerlicher aus als der Hinweg!




Wir blicken zurück auf ein sehr buntes PfiLa und hoffen, unsere Freund*innen aus der Kolonne bald wiederzusehen. Bis dahin mischen wir am Gruppensommerlager erst einmal die anderen Stufen auf!

